Von der Konzeption bis zur Umsetzung der Produktvision – der Arbeitsalltag eines Product Owners

20. November 2020 von Sabrina Weigert Veröffentlicht unter *Unternehmens-News*, Digitale Transformation, snowflake inside Verschlagwortet mit , , , , ,

Laufende Projekte betreuen, eng mit Kunden und dem Team arbeiten, um jederzeit flexibel auf Veränderungen reagieren zu können, dazwischen Offerten schreiben und Präsentationen vorbereiten – so sieht der Arbeitsalltag eines Product Owners und Project Managers aus. Mehr dazu im Interview mit Tanja Schär.

 

Der Blick hinter die Kulissen zeigt schnell wie vielseitig, aber auch herausfordernd die Arbeit als Product Owner sein kann. Dazu gehören die Koordination verschiedener Projekte mit unterschiedlichem Fortschritt und der persönliche Kontakt zu Kunden, Kollegen und Kolleginnen. Hinzu kommen durch Covid-19 bedingt veränderte Rahmenbedingungen für das Arbeiten miteinander. Ob und was sich damit verändert hat und wie ein typischer Arbeitsalltag aussieht? Wir liefern die Einblicke.

 

Wir stellen vor: Tanja Schär und ihre Arbeit als Product Owner

Hallo Tanja, schön dich virtuell zu treffen.

Du bist jetzt schon eine ganze Weile bei Snowflake für die erfolgreiche Umsetzung verschiedener Projekte zuständig. Erzähl doch mal: was hast du vorher gemacht und warum hast du dich für die Arbeit in einer Agentur entschieden?

Merci Sabrina! Selbstverständlich, gerne erzähle ich dir ein bisschen mehr.

Schon bevor ich im Agenturumfeld angefangen habe zu arbeiten, war mir klar, dass mein Job abwechslungsreich sein muss. Ich bin interdisziplinär und denke mich gerne in verschiedene Bereiche hinein. Vor der Zeit bei der Snowflake war ich als Projektleiterin im Bereich Mobile Apps und als Beraterin in der online und offline Werbung tätig. Mein Interesse hat sich dabei immer mehr in die Richtung der Digitalisierung und den entsprechenden technischen Massnahmen bewegt. Da kam die offene Stelle bei Snowflake und die Möglichkeit mich in vielfältige und anspruchsvolle digitale Projekte einbringen zu können genau richtig.

Zum Glück hatte Snowflake von Anfang an sehr viel Vertrauen in mich. Dank einem reduzierten Pensum konnte ich zusätzlich parallel erfolgreich meinen Master of Science in Data Science abschliessen. Das ist nicht überall möglich und dafür bin ich sehr dankbar.

 

Teil des Arbeitsalltags: Konzepte vorstellen und Lösungen präsentieren

 

Du hast also sowohl praktische als auch theoretische Erfahrung, das ist sicher eine gute Kombination. Bevor du mir jetzt mehr über deinen Arbeitsalltag erzählst, habe ich noch eine Frage. Auf deiner Visitenkarte stehen gleich zwei Jobtitel: Product Owner und Project Manager. Was hat es damit auf sich und worin liegt der Unterschied?

Der Titel Project Manager erklärt sich ja fast von selbst. Dabei geht es um die Leitung von Projekten, d.h. das Projektmanagement – bei uns meistens sogar Multi-Projektmanagement. Es müssen Aufgaben geplant, mit dem Team und dem Kunden abgestimmt und die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Projekt geschaffen werden.

Mein Job endet damit aber nicht, sondern geht als Product Owner darüber hinaus. Als Product Owner, was normalerweise mit PO abgekürzt wird, vertritt man im Auftrag von Kunden ein bestimmtes Produkt. Unter Produkt verstehen wir eine digitale Plattform, wie zum Beispiel eine Website, ein E-Shop, ein Konfigurator oder eine Mobile App. Die Aufgaben umfassen daher von der gemeinsamen Entwicklung der Produktvision mit dem Kunden bis hin zur Vorbereitung der Lösung für die Umsetzung alles, was mit den Funktionalitäten und Anforderungen des Produkts zu tun hat.

Durch die Kombination der beiden Bereiche haben wir alles im Blick und können direkt und flexibel auf bestehende und neue Bedürfnisse unserer Kunden eingehen.

 

Das klingt spannend und vor allem sehr vielseitig. Bei den verschiedenen Projekten stellt sich mir die Frage, wie dein Arbeitsalltag aussieht und wie du den Überblick behältst.

Erfolgreiche Projekte entstehen meiner Meinung nach nur im Team und das verlangt einen engen Austausch: man muss wissen was läuft. Bei uns und beim Kunden. Kommunikation ist daher ein wichtiger Aspekt meines Arbeitsalltags. Dazu gehört auch ein kurzes Daily, mit dem wir als Team in den Tag starten. So weiss ich, was im Team ansteht, welche Herausforderungen es gibt und welche Hindernisse für agiles und effizientes Vorgehen ich aus dem Weg räumen muss. Gerade jetzt, wo wir alle von zu Hause aus arbeiten, ist es umso wichtiger miteinander zu sprechen. Anschliessend geht es dann meistens direkt mit projektspezifischen Meetings weiter oder ich vertiefe mich in Konzeptarbeit, Requirements Engineering oder Planung.

Um bei parallel verlaufenden Projekten und vor allem mehreren Beteiligten erfolgreich sein zu können, ist nicht nur Kommunikation, sondern vor allem Selbst- und Teamorganisation sehr wichtig. Die Rahmenbedingungen dafür schaffen wir gemeinsam, für die darüber hinausgehende Planung bin ich selbstverantwortlich. Nur wer gut strukturiert ist, schafft es allen Erwartungen gerecht zu werden und auch noch Zeit zu finden mit den Kollegen und unseren Kunden in Kontakt zu bleiben.

 

Tanja und Patrick besprechen ihr nächstes Projekt

 

Wenn du von deinen Kunden sprichst, meinst du dann Unternehmen einer bestimmten Branche? Und was ist dir für deine Beziehung zum Kunden wichtig?

Grundsätzlich steht bei uns, das heisst nicht nur bei mir, sondern bei Snowflake im Allgemeinen, die Kundenbeziehung im Vordergrund. Wir arbeiten überwiegend mit Bestandskunden, deren Lösungen wir über den gesamten Lebenszyklus hinweg weiterentwickeln und betreuen. Branchenschwerpunkte gibt es nicht. Derzeit arbeite ich in Projekten im Bereich Bildungswesen und Industrie.

Wichtig ist mir, wie man vielleicht schon gemerkt hat, die Kommunikation. Ich versuche mich ca. einmal die Woche mit meinen Kunden auszutauschen. Denn bei uns endet die Arbeit nicht mit dem Go-Live. Wir arbeiten meist iterativ und entwickeln unsere Lösungen kontinuierlich mit dem Kunden und für den Kunden weiter.

 

Hand aufs Herz: auch wenn dein Job sehr erfüllend klingt, gibt es sicherlich auch Herausforderungen, die nicht so einfach zu meistern sind, oder?  

Die grösste Herausforderung ist die richtige Balance zwischen Flexibilität und Struktur zu finden. Ein fixer Plan ist gut und schafft die Rahmenbedingungen und doch ist es wichtig auf sich verändernde Anforderungen eingehen zu können. Das geht nur mit Flexibilität. Um beides in Einklang zu bringen, ist mir die Zusammenarbeit mit meinem Team sehr wichtig. Wir haben ein sehr kompetentes und vielseitiges Team. Viele meiner Kollegen und Kolleginnen sind sehr erfahren und bereits seit vielen Jahren für snowflake tätig. Deshalb setzen wir auf einen proaktiven Wissensaustausch untereinander. Die zweite Komponente ist unser agiles Vorgehen, das es uns ermöglicht auf veränderte Situationen flexibel einzugehen.

 

Die grösste Herausforderung ist die richtige Balance zwischen Flexibilität und Struktur zu finden. Um beides in Einklang zu bringen, setzen wir auf einen proaktiven Wissensaustausch im Team. Die zweite Komponente ist unser agiles Vorgehen, das es uns ermöglicht auf veränderte Situationen flexibel einzugehen.

 

Tanja Schär, Product Owner/ Project Manager

 

Aktuell arbeiten wir alle unter besonderen Bedingungen. Seit April bist du im Homeoffice. Was hat sich damit für dich verändert?

Eigentlich hat sich mit Corona für mich nur eines verändert: der Standort. Denn die Kollegen, die Meetings und auch die Tools sind gleichgeblieben. Als Digitalagentur arbeiten wir schon immer, wie der Name es sagt, unter Einsatz verschiedener digitaler Technologien. Seit dem Frühjahr verwenden wir diese verstärkt auch, um uns im Team und mit unseren Kunden auszutauschen. Auch wenn ich mich schon wieder auf persönliche Treffen freue, funktionieren sämtliche Meetings und Projekte auch virtuell sehr gut.

  

Das heisst, du verbringst jetzt viel Zeit vor dem Computer, die du früher im persönlichen Austausch verbracht hast. Ist das nicht schlecht für das Miteinander?

Im Gegenteil. Im Team haben wir die neue Situation als Chance genutzt und es ist sehr spannend unsere Prozesse zusammen mit dem Team weiter zu optimieren und an die neue Situation anzupassen. Durch unsere Daily Check-in und Check-outs, d.h. die kurzen Calls am Morgen und am Abend, sind wir weiter zusammengewachsen. Natürlich fehlt das unkomplizierte und spontane. Aber wer Lust hat, kann sich anstatt an der Kaffeemaschine bei einem virtuellen Feierabendbier unterhalten. Im Team oder mit der gesamten Agentur.

 

Danke Tanja für diesen Einblick in deinen Alltag. Gibt es noch etwas, das du zum Abschluss sagen möchtest?

Ich bin gespannt, welche weiteren Herausforderungen folgen und wie wir diese im Team meistern werden. Und ich freue mich natürlich auch sehr darauf, bald wieder persönlich auf ein erfolgreiches Projekt anstossen zu können.

Geht mir genau so. Vielen Dank nochmals und weiterhin viel Erfolg.

 

Lust ein Teil von snowflake zu werden?

Tanja Schär ist eine von insgesamt sieben Product Owner/ Project Manager bei Snowflake und derzeit auf der Suche nach Verstärkung. Wenn du auch auf der Suche nach einer abwechslungsreichen Aufgabe im Agenturumfeld bist, dann ist unsere Stellenausschreibung als Projektleiter*in Webentwicklung vielleicht etwas für dich.

 

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